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Wohnen ist Menschenrecht – auch für Geflüchtete!
Samstag, 7. Februar, 14:00
Der Münchner Flüchtlingsrat, der Bayerische Flüchtlingsrat und das Bellevue di Monaco rufen zur Beteiligung an der Mietendemo am 07.02.2026 in München auf. Gemeinsam mit vielen weiteren Initiativen setzen wir ein deutliches Zeichen gegen die anhaltende Wohnungskrise und machen insbesondere auf die besonders prekäre Situation von geflüchteten Menschen auf dem Wohnungsmarkt aufmerksam.
Der Münchner Mietmarkt ist seit Jahren massiv angespannt. „Bereits für gutverdienende Menschen ohne Migrationsgeschichte ist es kaum möglich, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Für geflüchtete Menschen verschärft sich diese Situation jedoch dramatisch: Sie sind auf dem Wohnungsmarkt in besonderem Maße von struktureller Benachteiligung, Rassismus und rechtlichen Einschränkungen betroffen.“, so Robin Esterer vom Münchner Flüchtlingsrat.
Ein zentrales Problem ist die verpflichtende Unterbringung in staatlichen Sammelunterkünften.
„Viele Geflüchtete im laufenden Asylverfahren könnten bei Familienangehörigen oder Freund*innen wohnen, dürfen dies jedoch aufgrund gesetzlicher Vorgaben nicht. Das Recht auf private Wohnsitznahme muss endlich gestärkt werden, um Plätze in Unterkünften freizumachen und selbstbestimmtes Wohnen zu ermöglichen.“, so Robin Esterer weiter. „Statt Menschen in großen, oft isolierten Einrichtungen unterzubringen, fordern wir eine konsequente dezentrale Unterbringung. Dies ermöglicht eine menschenwürdige Lebenssituation, frühzeitige Teilhabe und auch mehr gesellschaftliche Akzeptanz im Wohnumfeld.“
Rassistische Diskriminierung bei der Wohnungssuche ist für viele Geflüchtete auch nach Erhalt der Auszugserlaubnis Alltag. Trotz gleicher Einkommens- und Lebensverhältnisse werden sie häufig aufgrund ihres Namens, ihres Aussehens oder ihrer Herkunft pauschal abgelehnt. Gleichzeitig verhindern rechtliche Vorgaben wie die Wohnsitzauflage eine flexible und realistische Wohnungssuche – selbst dann, wenn in anderen Bundesländern Wohnraum verfügbar wäre, dürfen sie nicht einfach dorthin umziehen.
Darüber hinaus ist der massive Mangel an Sozialwohnungen ein Kernproblem der aktuellen Wohnungskrise. Geflüchtete sind in besonderem Maße auf öffentlich geförderten Wohnraum angewiesen, konkurrieren jedoch mit vielen anderen einkommensarmen Haushalten um viel zu wenige Wohnungen. Der soziale Wohnungsbau muss daher dringend und dauerhaft ausgebaut werden – in München und bundesweit.
„Mit unserer Unterstützung der Mietendemo am 07.02.2026 fordern wir eine Wohnungspolitik, die soziale Teilhabe für alle ermöglicht. Wohnen ist ein Menschenrecht. Eine Politik, die Geflüchteten den Zugang zu Wohnraum verwehrt, verfestigt Ausgrenzung und soziale Ungleichheit.“, so Robin Esterer vom Münchner Flüchtlingsrat.
Weitere Informationen zur Mietendemo und den Forderungen unter: https://mietendemo-muenchen.de/forderungen/



