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Unlearning – Kulturelle Bildung im Öffentlichen Raum

Mittwoch, 6. Oktober um 10:00 - 11:00

Verlernen Lernen – Diskussion im Rahmen des Dialogforum Kulturelle Bildung 2021

Digitale Konferenz, den Stream zur Diskussion und alle Infos findet ihr hier:
Dialogforum Kulturelle Bildung 2021

Unlearning im öffentlichen Raum, was kann das bedeuten? Ein Umdenken darüber, was und wer was im öffentlichen Raum machen darf? Nach einem Fachinput sprechen wir gemeinsam mit verschiedenen Kollektiven und Initiativen über Projekte, die sie im öffentlichen Raum realisiert haben und wie dort das Thema Unlearning hineinspielt.

In this panel discussion we discuss together with different project what it means to be active in the public space, whom it belongs to, who holds power and what “unlearning” means to them. The discussion is part of whole day conference “Dialogforum Kulturelle Bildung” that is concerned with cultural education.

Öffentlicher Raum ist codiert. Für die Eingeweihten ist klar, was „man“ dort macht & was auch nicht. An einer Kreuzung bleibt man stehen. Ein Platz heißt, wie er heißt. Straßen werden befahren, man spricht nicht zu laut – zumindest in München – man hält eine gewisse Distanz zum nächsten Menschen ein, Männer laufen manchmal oben ohne, Frauen nicht, Leute die „fremd“ zu sein scheinen, werden oft komisch angeschaut.

Aber: muss das denn eigentlich so sein? Nur weil etwas Konvention ist, heißt es ja nicht, dass diese nicht in Frage gestellt werden kann. Wem gehört der Raum, was darf dort getan werden & wer bestimmt eigentlich darüber? Vielleicht ist es ja Zeit für ein „Unlearning“.

Un-Learning, also Ver-Lernen, wird im Cambridge Dictionary so definiert:

“To make an effort to forget your usual way of doing something so that you can learn a new and sometimes better way”
(Energie aufwenden um die gewohnte Art etwas zu tun, zu vergessen, so dass man eine neue und manchmal bessere Art und Weise etwas zu tun, lernen kann)

Dabei spielt ein Begriff eine wichtige Rolle, der weder von Unlearning noch von öffentlichem Raum wegzudenken ist – Macht. Wir werden die Diskussion zu Unlearning im öffentlichen Raum unter einem postkolonialen Blick diskutieren, so wie Nora Sternfeld in ihrem Artikel im migrazine schreibt:

„Es ist schwer, sich verlernen vorzustellen. Vor allem weil hier ein erstes Verständnis des Begriffs im Weg steht. Lässt sich denn mächtiges Wissen einfach so hinter sich lassen? Dies kann gleich zu Beginn dieses Textes aus mindestens zwei Gründen verneint werden: Erstens gibt es keinen Weg zurück, keinen Pfad hinter die Geschichte der Macht- und Gewaltverhältnisse, die für das, was wir wissen, verantwortlich sind. Und zweitens ist das mit dem Verlernen sicher nicht einfach. Gerade deshalb lohnt sich eine Auseinandersetzung mit dem Konzept aus der postkolonialen Theorie. Bevor wir uns aber dem Verlernen widmen können, muss Lernen überhaupt erst als Ergebnis von hegemonialen Verhältnissen in den Blick kommen, muss das gelernte Wissen und Können reflektierbar werden.“

Nach einem Fachinput  diskutieren wir anhand von konkreten Projekten und Erfahrungen, welche Konditionen Unlearning braucht, wie man gewohnte Muster in Frage stellen kann & wie man neues Wissen konsolidiert.

 

Mit:

Die Städtischen

Ein Kollektiv aus vielen Menschen unterschiedlichster Disziplinen die in verschiedenen Projekten die Stadtlandschaft aktiv gestalten- von Kunstaktionen, Möblierung öffentlicher Plätze zu Projektionen und noch viel mehr ist alles dabei. Stadtraum soll für mehr Menschen nutzbar sein und dessen Potential sichtbar gemacht werden ist hier die Devise. Sie bieten eine Plattform für Kunst, Literatur, Musik, Film, Architektur und Umwelt im städtischen Raum.

 

Cambio Muc (angefragt)

CAMBIO ist eine Gruppe, die sich dafür einsetzt den Kolumbusplatz und -Straße in München umzubenennen. Decolonize Munich ist hier das Schlagwort.
Während in Städten wie Berlin die Dekolonialisierung weiter ins Rollen kommt, bleibt München träge. Somit bleibt die Aufarbeitung kolonialer Kontinuitäten innerhalb der Stadtbilder weiterhin eine Aufgabe, die Stadträt*innen schon zu lange vor sich hinschieben.
Mit ihrer Petition openpetition.de/!cambiomuc möchten sie in den Austausch mit Münchner Bürger*innen treten und ein Zeichen für ein antirassistisches und antikoloniales München setzten.

 

Im Rahmen des Dialogforum Kulturelle Bildung 2021:

Das Netzwerk Interaktiv und die Landeshauptstadt München veranstalten gemeinsam das Dialogform Kulturelle Bildung.

Einen virtuellen Fachaustausch, der partizipativ gestaltet und durchgeführt wird. Von Kunst- und Kulturvermittler*innen, pädagogischem Fachpersonal, Mitarbeitenden aus Politik und Verwaltung. Sie alle tauschen sich einen Tag lang über ein aktuell relevantes Thema aus.

Im Zentrum steht am 5. und 6.10.2021 die Frage nach Potentialen Kultureller Bildung im öffentlichen Raum. Ausgangspunkt mag die Corona-Lage sein, den Blick möchten wir aber auch auf Erfahrungen der Vergangenheit und Ideen für die Zukunft richten.

Weitere Infos unter www.dialogforum-kubi.de

 

Details

Datum:
Mittwoch, 6. Oktober
Zeit:
10:00 - 11:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

online

Veranstalter

Bellevue di Monaco Sozialgenossenschaft eG
Telefon:
089 – 550 5775-0
E-Mail:
info@bellevuedimonaco.de