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?Why|Borders Ausstellung Vernissage

Samstag, 4. Juni um 18:00 - 22:00

?WHY|BORDERS Ausstellung mit Rahmenprogramm vom 04.06. – 18.06.2022 in München

Vom 04.06. – 18.06.2022 veranstaltet der AK49 in Kooperation mit dem Bellevue di Monaco im Bahnwärter Thiel, München, die Wanderausstellung ?WHY|BORDERS. An verschiedenen Veranstaltungsorten findet gleichzeitig ein Rahmenprogramm mit Open-Air-Kino und am 11. Juni die Paneldiskussion «Offene Grenzen für Alle!» im Bellevue statt.

04.06.2022 I 18:00 Uhr I Vernissage mit Gästen (u.a. Arash Hampay) und elektronischer Musik  von Mahmoud Hallak aka. DJ The Monkey Funky I Bahnwärter Thiel Atelierpark

Die multiperspektivische Ausstellung ?WHY|BORDERS stellt die Frage „Warum Grenzen?“ in den Mittelpunkt und reflektiert die verschiedenen Positionen der teilnehmenden Künstler*innen. Diese sehen und haben meist selbst erlebt, dass Grenzen Schicksale zerstören, Grenzen Menschen töten, dass Grenzen spalten, teilen. Welcher Logik, welchen Interessen folgen sie? Wer wird ein-, wer soll ausgegrenzt werden? Wie verträgt sich das mit den Werten der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten? Und welche Bedeutung erhalten territoriale Grenzen angesichts imperialer Machtlogiken, die Grenzen und Selbstbestimmtheit einer Nation zugunsten einer anderen abschaffen, wie sie aktuell im Krieg in der Ukraine zu beobachten sind ?  Diese und weitere Fragen greift die Ausstellung ?WHY|BORDERS auf und setzt sich in ihrem Rahmenprogramm kritisch auseinander.

Die künstlerische Beteiligung der  Wanderausstellung ?WHY|BORDERS, die von dem iranischen Fotografen Arash Hampay ins Leben gerufen wurde, ist offen. Im aktuellen Format werden Werke von folgenden Künstler*innen ausgestellt. Der Künstler Arash Hampay schärft mit seinen Arbeiten das Bewusstsein für grenzenbedingte Ungerechtigkeiten als Folge einer menschenrechtswidrigen Abschottungspolitik. Parwana Amiri machte als 16-Jährige mit ihrem Werk Letters to the World from Moria auf die Zustände in den griechischen Lagern aufmerksam. Die Autorin und Aktivistin aus Afghanistan kämpft mit ihrer Poesie gegen die Diskriminierung von Geflüchteten und für bessere Lebensbedingungen an den europäischen Außengrenzen. Auch Werke der afghanischen Fotografin Neda Torabi entstanden auf der Insel Lesbos im Lager Moria. Ihre Arbeiten greifen das Konzept der „Freiheit“ in seiner Komplexität auf. Hamza Mouloudj, Dichter und Student aus Algerien, musste lange Zeit in Bosnien ausharren, die kroatische Grenzpolizei verweigerte ihm trotz gültigem Studienvisum gewaltsam die Einreise. In seinen Gedichten schreibt er über sein Leben, seine Flucht und die unerträgliche Situation an den europäischen Außengrenzen. Israr Yousufzai ist heute 17 Jahre alt und stammt aus Kabul. Mit dem Fotografieren begann er auf seiner Flucht in Griechenland. Die Malerin Anastasia Miroshnikova stammt aus Kyiv. Vor dem Krieg in der Ukraine waren ihre Hauptmotive Magie und Märchen, Träume und Freude. Mit Kriegsbeginn änderten sich jedoch auch die Motive, die sie zum Ausdruck bringt. Anastasia beschreibt, dass für sie der Krieg nicht nur ein Stück Verletzen von Staatsgrenzen, sondern das schmerzhafte und tödliche Überschreiten persönlicher Grenzen ist. Die ukrainische Künstlerin Ksenia Hnylytska gründete mit anderen Künstler*innen aus der Ukraine die Gruppe R.E.P.. Der Krieg zwang sie zur Ausreise nach München. Ihre Arbeiten setzen sich mit sozialen Themen auseinander sowie Ökologie und Posthumanismus.

Die aus Afghanistan geflüchtete, 17jährige Künstlerin Nahid Akbari erzählt in ihren Texten und Malereien von der Perspektivlosigkeit Jugendlicher und junger Mädchen in Afghanistan und von eigenen, vielschichtigen Erfahrungen auf ihrer vier Jahre andauernden Flucht entlang der Balkanroute.

 

Details

Datum:
Samstag, 4. Juni
Zeit:
18:00 - 22:00
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltungsort

Bahnwärter Thiel
Tumblingerstr. 45, München