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Dieser Ort ist wie ein eigener Planet …

Freitag, 30. September um 20:00

… der nur in mir existiert.

Eine literarische Reise zwischen Rio de Janeiro, Berlin, Teheran und München mit den Autorinnen Luciana Rangel und Ayeda Alavie. Ein brasilianisch-persischer Literaturabend mit Musik von Andréa Huguenin Botelho, Claudia Kaiser, Martin Lickleder und Martin Pflanzer.

In Kooperation mit dem Hagebutte Verlag

 

»Unter den Dingen, die mich mit meinem Vater verbinden, nimmt das Frühstück einen besonderen Stellenwert ein. Meine Biografie in Kurzfassung würde so lauten: Sie wurde geboren, frühstückte mit ihrem Vater und starb.«

Diese Stelle findet sich irgendwo mittendrin in den Crônicas von Luciana Rangel. Darin schreibt sie mit Leichtigkeit, Melancholie und Witz über die Irrungen und Wirrungen ihres Neuanfangs in Rio de Janeiro, über ihre Arbeit als Journalistin, über ihre Sehnsucht nach der zweiten Heimat Berlin, über das große, widersprüchliche Land Brasilien, die Menschen und die Poesie des Alltags … Und immer wieder kehrt sie zurück zu ihrem Vater – an den Frühstückstisch in ihrer Erinnerung.

 

»Am Anfang ist alles weiß. Wie weißes Papier. Wie Neuschnee. Dann wird allmählich alles zerknittert und zertreten. Durch liederliche Worte und Schritte.«

Ayeda Alavie schreibt in ihren Kurzgeschichten über den Ersten Golfkrieg und die islamische Revolution im Iran, erinnert sich an die Kindheit, spannt den Bogen zur aktuellen Situation im Iran und die Erlebnisse eines neuen Lebens in Deutschland. Immer wieder wird auch die Sprache selbst zum Thema: Als steter Begleiter durch Gedankenströme und Träume verbindet sie das Gestern und Heute.

Und auch die Musik soll an dem Abend nicht zu kurz kommen:

Andréa Huguenin Botelho wird die Lesung am Klavier musikalisch begleiten. Die herausragende Dirigentin, Forscherin, Komponistin und Pianistin setzt sich neben ihrem musikalischen und pädagogischen Schaffen auch besonders für die Rechte und die Rolle der Frauen in der Musik ein. So werden an diesem Abend Stücke von brasilianischen Komponistinnen, wie Chiquinha Gonzaga, zu hören sein.
Ergänzend dazu interpretiert Ayeda Alavie zusammen mit Claudia Kaiser, Martin Lickleder und Martin Pflanzer einige persische Popsongs.

 

Luciana Rangel ist Journalistin und Autorin aus Rio de Janeiro und lebt seit 2005 in Deutschland. Sie arbeitet seit über 20 Jahren als Produzentin und Redakteurin für verschiedene Sender, darunter das ZDF und TV Globo, aktuell für die Deutsche Welle. Ihre Produktionen über Geschichte, Politik und Kultur wurden von der Europäischen Union und TV Globo mit Preisen ausgezeichnet. Für den Dokumentarfilm „Sehnsuchtsland Brasilien“ (ZDF) erhielt sie den brasilianischen Petrobras-Preis. Ihre Texte erschienen in Anthologien (Bübül Verlag, Nós Verlag, Berliner Maxim-Gorki-Theater), ihr Buch „(fast) alles in Ordnung“ (Hagebutte Verlag, 2021) wurde in die Hotlist „Bayerns Beste Independent Bücher 2021“ gewählt. Sie ist Doktorandin am Lateinamerikanischen Institut der Universität Bielefeld.

 

Ayeda Alavie ist Autorin und Übersetzerin. In ihrer Heimat Iran hat sie zahlreiche literarische Texte für Kinder und Jugendliche verfasst und illustriert. Sie besuchte in Teheran die Filmhochschule und war von 1993 bis 1998 als Autorin und Redakteurin für Kinder und Jugendprogramme bei Radio Teheran tätig. In Deutschland studierte sie Deutsche Linguistik, Neuere Deutsche Literatur sowie Europäische Ethnologie. Zuletzt erschien ihre Kurzgeschichtensammlung „Ein Bild von mir“ (Hagebutte Verlag, 2020), die in die Hotlist „Bayerns Beste Independent Bücher 2020“ gewählt wurde, sowie das Kinderbuch „Meine Heimat, Katze – Eine Geschichte vom Krieg“ (Hagebutte Verlag, 2022).
Bildrechte: Hagebutte Verlag

 

Andréa Huguenin Botelho ist Dirigentin, Forscherin, Komponistin und Pianistin aus Rio de Janeiro und lebt in Deutschland. Sie hat einen Master-Abschluss als Pianistin und Dirigentin von der Georgia State University in den Vereinigten Staaten, einen Postgraduierten-Abschluss in Klavierspiel von der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe in Deutschland, eine Spezialisierung als Operndirigentin vom Mariinsky-Theater in St. Petersburg und einen Bachelor-Abschluss von der Universität Rio de Janeiro.
Derzeit arbeitet sie in Berlin als künstlerische Leiterin und Dirigentin des Brasil Ensemble Berlin und Ayabás. Darüber hinaus arbeitet sie an unabhängigen Projekten mit Orchestern und als Pädagogin. Als Forscherin konzentriert sie sich auf Musik und Gender.

 

Claudia Kaiser und Martin Lickleder schreiben und machen Musik – oft gemeinsam, z.B. 2014 das Kinder-Western-Musical „Loreen schießt in die Luft“ (Kindertheater im Fraunhofer; Aufführungen u.a. auf dem Oktoberfest) oder 2019 den Kinderroman „Im Reich der Verlorenen Dinge“ (Hagebutte Verlag). Außerdem spielen, singen und komponieren sie seit 1998 in Bands wie den Moulinettes (4 Alben), The Sound Of Money (2 Alben) oder der Kinder-Country-Band Die Poncho Ponys (2 Alben). Neben Titelmusiken für die Animationsserien „Meine Schmusedecke“ und „Animanimals“ (Grimme Preis 2019, „Emmy“-Nominierung) und etlichen Produktionen am Kindertheater im Fraunhofer haben sie zudem Bayern2-Radio-Features wie Aye Alavies „Zimt riecht auf der ganzen Welt nach Zimt“ oder Gesche Pienings „Der Tod unterscheidet nicht“ musikalisch gestaltet.
Kaiser veröffentlichte 2004 den Erzählband Rocken und Hosen (dtv). 2020 Erstausstrahlung ihres Hörspiels Die Schicksalsmaschine auf Bayern 2 und im Deutschlandfunk. Außerdem Mitglied der Royal Flares. Lickleder hat neben Drehbüchern u.a. für die Animationserie TOM & das Erdbeermarmeladebrot mit Honig (z.B. Grimme Online Award 2009) auch Theaterstücke wie bloß a gschicht (nach Hans Söllner; Preis für Bestes Stück Wasserburger Theatertage 2012) oder Zurück ins Paradies (nach Funny van Dannen) verfasst. Als Theatermusiker u.a. an den Münchner Kammerspielen (u.a. Macht und Rebel von Faldbakken/Kamerun, Räume räumen von Peter Licht). Außerdem Mitglied der Bands Suzie Trio (3 Alben) und Oktober Folk Club (2 Alben, 1 EP).

 

Martin Pflanzer studierte „Kunst und Multimedia“ an der LMU München. Neben seiner Tätigkeit als Grafiker beim Bayerischen Rundfunk ist er oft und gerne auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten in Bild und Ton. So entstanden Fotos, Videos, Gemälde, Webseiten, Illustrationen, Installationen, Animationen, Bühnenbilder und neulich auch Bücher.
Bildrechte: M. Pflanzer

 

 

(Illustration: Vitor Roche, Fotos: Hagebutte Verlag und die Künstler*innen)

Details

Datum:
Freitag, 30. September
Zeit:
20:00
Veranstaltungskategorien:
,

Veranstaltungsort

Bellevue di Monaco
Müllerstraße 2, 80469 München
Telefon:
089 – 550 5775-0

Veranstalter

Bellevue di Monaco Sozialgenossenschaft eG
Telefon:
089 – 550 5775-0
E-Mail:
info@bellevuedimonaco.de